
Miksits: Richtig. Wien wurde 2009 in einer internationalen Studie des Beratungsunternehmens Mercer zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit gewählt. Die Wiener Stadtwerke haben mit ihren ausgezeichneten kommunalen Dienstleistungen wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen. Das ist auch ein wichtiger Beweggrund für internationale Unternehmen, Wien als Wirtschaftsstandort attraktiv zu finden und hierher zu kommen.
Domschitz: Das soll aber jetzt nicht heißen, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen. Diese Auszeichnung ist uns Ansporn und Messlatte zugleich, die es täglich zu erreichen gilt. Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst. Deswegen setzen wir auch auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrer Arbeit das Rückgrat einer gut funktionierenden Stadt bilden. Darum legen wir auch so großen Wert auf Aus- und Weiterbildung.
Das beginnt schon bei der Ausbildung unserer Lehrlinge. 2009 haben wir rund 375 Lehrlinge in 15 Ausbildungsberufen betreut. Bis 2014 sollen jedes Jahr weitere 130 junge Menschen folgen. Wobei die Förderung von Mädchen in nicht traditionellen Bereichen eines der Kernanliegen der Wiener Stadtwerke ist.
Dr.in Gabriele Domschitz
Vorstandsdirektorin Wiener Stadtwerke
Domschitz: Ja, das stimmt. Auch das entspringt unserer sozialen Verantwortung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten investieren wir in sichere Arbeits- und optimale Ausbildungsplätze für die Jugend. Lehrlinge, die bei uns ausgebildet wurden, haben keine Schwierigkeiten, später einen Arbeitsplatz zu finden.
Payr: Das ist aber nur ein Aspekt. Unternehmen agieren ja im Normalfall prozyklisch. Wenn die Wirtschaft floriert, wird investiert. Doch die Wiener Stadtwerke haben den Auftrag, antizyklisch zu agieren. Was wir erwirtschaften, investieren wir wieder. Das ist unsere Antwort auf die Krise; wir sind der Wirtschaftsmotor Wiens.
Wir senden den gedruckten Geschäftsbericht 2009 auf Wunsch per Post zu Ihnen.
