Umsatz- und Ertragslage

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Ergebnisentwicklung

Den größten Aufwandsposten des Wiener Stadtwerke-Konzerns bildeten die Materialaufwendungen. Die unter diesem Posten summierten Aufwendungen für Energie, Treibstoffe sowie Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich im Geschäftsjahr 2009 auf 1.675,3 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Mengen und gestiegene Primärenergiepreise zurückzuführen.

Auch die Personalaufwendungen stellten einen beträchtlichen Ausgabenblock des Wiener Stadtwerke-Konzerns dar. Im ausgewiesenen Personalaufwand von 1.022,6 Mio. Euro sind neben Lohn- und Gehaltszahlungen an aktive MitarbeiterInnen auch Aufwendungen für die Abfertigung, die Altersversorgung sowie die gesetzlichen und sonstigen Sozialaufwendungen enthalten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf Bezugserhöhungen sowie eine verstärkte Aufholung des Fehlbetrages zur Pensionsrückstellung zurückzuführen. Die Abschreibung auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lag im Geschäftsjahr 2009 mit 492,8 Mio. Euro um 5 Prozent über dem Vorjahresniveau und ist hauptsächlich auf die Inbetriebnahme von Simmering 1 zurückzuführen.

Balkendiagramm: Entwicklung Personalaufwand

Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Instandhaltungs- und Fremdleistungen sowie Werbeaufwand, EDV-, Rechts- und Beratungsaufwendungen, Miete, Pacht und Schulungsaufwand.

Für 2009 wird ein negatives Betriebsergebnis von -44,3 Mio. Euro ausgewiesen, welches hauptsächlich durch das Segment Verkehr generiert wird. Dieses weist strukturell bedingt ein negatives Ergebnis aus und kann nur teilweise durch das positive Ergebnis des Segmentes Energie ausgeglichen werden.

Die Verbesserung durch den Wegfall der im Vorjahr im Zuge der Finanzmarktkrise vorgenommenen Wertberichtigung bei Wertpapieren wird teilweise durch niedrigere Wertpapiererträge wieder kompensiert, sodass das Finanzergebnis in Summe um 36,7 Mio. Euro über dem Vorjahr liegt.

Der Rückgang bei den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrifft im Wesentlichen die Ausschüttungen aus den Wiener Stadtwerke-Investmentfonds. Diese dienen der Deckung von mittelbaren Pensionsverpflichtungen sowie sonstigen längerfristigen Veranlagungen.

Entsprechend der von der Konzernleitung festgelegten Strategie der stetigen Erhöhung der Deckungsquote für diese Pensionsverpflichtungen wird im laufenden Geschäftsjahr und in den nächsten Geschäftsjahren eine sehr zurückhaltende Ausschüttungspolitik betrieben. Im laufenden Geschäftsjahr trägt diese Vorgangsweise darüber hinaus auch der schwierigen Situation auf den Finanzmärkten im Jahr 2008 Rechnung, die naturgemäß die Wertentwicklung der Fonds – wie auch die Wertentwicklung der Pensionskassen – negativ beeinflusste und mit dem negativen letzten Quartal des Kalenderjahres 2008 auch das laufende Geschäftsjahr 2009 der Wiener Stadtwerke betraf.

Die in der längerfristigen Betrachtung sehr erfolgreiche Anlagepolitik schlägt sich in einem jährlichen Durchschnittsertrag von rund 4,5 Prozent (seit Auflage der Fonds) nieder. Auch im aktuellen Marktumfeld konnten sich die Fonds wieder gut behaupten. Trotz konservativer Ausrichtung im Jahr 2009 beträgt die durchschnittliche kapitalgewichtete Performance vom 1.1. bis zum 31.12. rund 6,1 Prozent.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 71,0 Mio. Euro, das sich vor allem aus Wertpapier-, Beteiligungs- und Zinserträgen zusammensetzt, beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 26,8 Mio. Euro. In Summe ergibt sich nach Rücklagenbewegungen ein Konzernbilanzgewinn von 58,9 Mio. Euro.

Nach der rückläufigen Entwicklung in den Jahren 2005 und 2006, bedingt durch die warme Witterung und steigende Energiepreise, die nicht zeitnah in Form von Tarifanpassungen weitergegeben wurden, konnte ab 2007 wieder ein Anstieg der Rentabilität verzeichnet werden. Im Geschäftsjahr 2008 erhöhte sich der ROCE auf 7,7 Prozent. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg des EBIT adaptiert um 30,6 Prozent, welcher auf die Verbesserung des Betriebsergebnisses zurückzuführen ist. Der Rückgang der EBIT-Marge im Jahr 2009 ist auf gestiegene Umsätze bei gleichzeitig niedrigem Betriebsergebnis zurückzuführen. Parallel sank der ROCE aufgrund des niedrigen Betriebsergebnisses und gestiegenem Capital Employed von 7,7 Prozent auf 6,7 Prozent liegt damit jedoch noch über den Werten der Jahre 2006 und 2007.

Balkengiagramm: Entwicklung des WSTW-Konzerns 2005-2009

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