Investitionen

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Wir investieren für Wien!

Die Wiener Stadtwerke investieren in den kommenden fünf Jahren rund 4,4 Mrd. Euro. Dr. Martin Krajcsir, Generaldirektorin-Stellvertreter, erläutert die Hintergründe des Investitionsprogramms und warum Finanzierungsfragen dabei eine stärkere Rolle spielen werden.

Die Stadtwerke haben ein ambitioniertes Investitionsprogramm. Wo liegen die Schwerpunkte?

Die Schwerpunkte liegen zum einen im Verkehrsbereich, Stichwort Ausbau des U-Bahn-Netzes. Und zum anderen im Energiebereich, Stichwort Netzinvestitionen. In Summe sind es bis 2014 rund 4,4 Mrd. Euro, die wir in Infrastrukturprojekte investieren, um die zukunftsgerechte Versorgung der Stadt Wien mit Energie und Gas bzw. mit einem umweltfreundlichen öffentlichen Personenverkehrsnetz sicherzustellen.

Stichwort Verkehrsbereich: Welche Projekte sind hier geplant?

Die Projekte umfassen unter anderen die Verlängerung der U2 nach Aspern und Richtung Arsenal, der U1 nach Süden in Richtung Rothneusiedl und den weiteren Austausch der alten Straßenbahnen durch moderne Niederflur-Straßenbahnen. Bis 2014 sollen in Wien 300 Niederflur-Straßenbahnen unterwegs sein. Zudem erneuern wir Gleisanlagen, bauen die Hauptwerkstätte um und investieren in neue U-Bahn-Züge.

Wie hoch ist die Investitionssumme im Verkehrsbereich?

Wir sprechen hier von einem Betrag von ca. 2,4 Mrd. Euro, der dem Komfort unserer Kundinnen und Kunden zugutekommt. Damit erhöhen die Wiener Stadtwerke die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel und tragen dazu bei, dass Wien eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität bleibt.

Verfolgen die Stadtwerke mit den Investitionen im Energiebereich ähnliche Zielsetzungen?

Absolut. Nehmen wir das Beispiel Fernwärme. Den Anteil der Haushalte, die mit Fernwärme heizen, möchten wir von derzeit 36 Prozent bis 2020 auf 50 Prozent erhöhen. Dazu bedarf es zusätzlicher Investitionen in die Fernwärmeerzeugung wie auch in neue Fernheizleitungen. Weitere Beispiele wären der Ausbau unseres Angebots an Fernkälte, einer überaus umweltfreundlichen Alternative zur herkömmlichen Gebäudeklimatisierung, sowie Investitionen in ein hochwertiges Strom- und Erdgasnetz.

Das alles kostet viel Geld. Wie finanzieren die Stadtwerke diese Investitionen?

Vorweg möchte ich festhalten, dass die Wiener Stadtwerke sehr solide finanziert sind: Geringe Bankverbindlichkeiten, hohe Liquidität und stabile Einnahmen ergeben eine ausgezeichnete Bonität. In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der letzten zwei Jahre haben sich unser Geschäftsmodell und unsere konservative Finanzstrategie als krisenresistent bewährt. Wir werden von den Banken als Partner sowohl aktiv- als auch passivseitig sehr geschätzt. Was die neuen Projekte betrifft: Da setzen die Wiener Stadtwerke auf eine Kombination aus Finanzierung aus dem operativen Cash Flow und – in geringerem Maß – der Aufnahme von Fremdmitteln. Insbesondere für Projekte im Bereich Erneuerbare Energie prüfen wir auch den Einsatz von Instrumenten wie Projektfinanzierung, also Geldaufnahme ausschließlich auf Basis der Cash Flows des Projekts ohne Haftung der Wiener Stadtwerke.

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